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 Silke Kropacek zum Thema SELBSTBESTIMMT LEBEN mit PERSÖNLICHE ASSISTENZ:

Das Zitat, das alles verändert
Ein guter Freund sagte einmal zu mir:
„Mitleid ist eine Sackgasse. Assistenz ist eine Autobahn.“
Das trifft es perfekt. Mitleid fixiert uns in der Rolle des Hilfsbedürftigen. Assistenz hingegen ist eine Investition in meine Produktivität und meine Teilhabe an der Gesellschaft. Sie macht mich vom „Fall“ zum Mitbürger, vom „Patienten“ zum Kollegen.

Warum wir diese Geschichten erzählen müssen
Integration passiert nicht im Gesetzblatt. Sie passiert:
Wenn die Nachbarn sich daran gewöhnen, dass ich mit Assistenz im Garten arbeite.
Wenn die Kellnerin oder der Kellner lernt, mich anzusprechen und nicht meine Begleitperson.
Wenn es völlig normal wird, dass ein Mensch mit Behinderung dank Assistenz mitten im Berufsleben steht.

Mein Fazit: Persönliche Assistenz ist keine Wohltätigkeit. Sie ist das Werkzeug, mit dem wir die Mauern der Isolation einreißen und die Brücken zur echten Teilhabe bauen.

PA-Mitleid ist eine Sackgasse - Assistenz ist eine Autobahn

Warum die Gesellschaft davon profitiert

Integration ist keine Einbahnstraße der Wohltätigkeit. Wenn Persönliche Assistenz flächendeckend und unbürokratisch funktioniert, gewinnen wir:
Expertise: Menschen, die früher im System „versorgt“ wurden, bringen ihre Talente nun in den Arbeitsmarkt ein.
Normalität: Je öfter wir Tandems aus Assistenznehmern und Assistenten im Alltag sehen, desto schneller verschwinden Berührungsängste.
Effizienz: Selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ist oft nicht nur würdevoller, sondern langfristig auch nachhaltiger als starre Heimstrukturen.
Fazit: Empowerment statt Fürsorge

Wir müssen aufhören, Persönliche Assistenz als „soziales Extra“ zu betrachten. Sie ist ein Bürgerrecht. Sie ist der Schlüssel, der die Tür zur echten Integration erst aufschließt. Denn Integration ohne Selbstbestimmung ist lediglich eine besser organisierte Verwahrung.
Mehr als nur ein Kaffee-Moment: Was Inklusion wirklich bedeutet

Silke Kropacek bringt es auf den Punkt: Persönliche Assistenz ist der Schlüssel von der Fremdbestimmung zur Freiheit.

Früher war ihr Morgen nach dem Dienstplan getaktet. Heute entscheidet sie selbst, wann sie aufsteht und welcher Kaffee in die Tasse kommt. Es klingt nach einer Kleinigkeit, aber es ist der Unterschied zwischen „verwaltet werden“ und „selbst leben“.
„Integration bedeutet nicht, dass man einen Platz am Tisch bekommt. Integration bedeutet, dass man mitbestimmt, was serviert wird.“

Vom Objekt zum Subjekt

In der klassischen Pflege ist man oft das „Objekt“, das gewaschen oder gefüttert wird. Die Persönliche Assistenz dreht dieses Machtgefüge um:
Der Nutzer ist der Chef: Er entscheidet das Wann, Wie und Wer.
Präsenz im echten Leben: Ob bei Freizeit, Sport oder anderen Aktivitäten – Assistenz ermöglicht Teilhabe dort, wo das Leben pulsiert.
Das „Assistenz-Paradoxon“
Es klingt widersprüchlich: Um unabhängig zu sein, braucht es manchmal die ständige Anwesenheit eines anderen Menschen. Aber die Assistenz ist wie eine Brille oder ein Laptop – ein unverzichtbares Werkzeug, das den Menschen dahinter erst richtig sichtbar macht.

„Persönliche Assistenz ist wie ein Schatten: Sie ist immer da, wenn man sie braucht, aber sie verstellt niemals die Sicht auf den Menschen selbst.“